Der Brief, er ist tot!

[Verlag stellte kostenloses Rezensionsexemplar; keine bezahlte Werbung!] Briefromane werden aussterben! Nie wieder tauschen sich Menschen so schön aus!  — So ein Bullshit! Ich glaube, so viel tippen wie heute, taten wir ob fehlender Möglichkeit (Papier, Stift, Porto, Lesen/Schreiben-Können) noch nie.  Auch lesen die Menschen viel mehr als früher. Gut, auch einigen Bullshit in den sozialen… Weiterlesen Der Brief, er ist tot!

Meyerhoff liest die USA

[Kostenfreies Rezensionsexemplar; keine bezahlte Werbung!] Wäre er etwas jünger, seine Geschichten dem allgemeingültigen Alltag näher, schriebe er seit Anfang der Zweitausender, wir würden ihn einen Pop-Literaten nennen. So ist er einfach ein „Multitalent“, und ein Bestsellerautor. Joachim Meyerhoff, Burgschauspieler seit über zehn Jahren, hat mit seinen vier autobiographischen Werken eine Leistung gesetzt. Ob man seine… Weiterlesen Meyerhoff liest die USA

Meine aktuellen Artikel auf freitag.de

Zurzeit reihen sich meine Artikel für den Freitag bzw. deren Online-Portal freitag.de wie eine Perlenkette aneinander. Da ich es zeitlich grad nicht schaffe, dass alles einzeln zu posten, hier mein Verweis auf mein Autorenprofil bei freitag.de, unter dem alle meine dortigen Artikel abrufbar sind. Das Gespräch mit Christine Becker über die Postkarten ihres früheren Mannes… Weiterlesen Meine aktuellen Artikel auf freitag.de

Die Glücklichen. Nicht.

(Transparenz: Ich erhalte das Rezensionsexemplar kostenlos, aber keinerlei Honorar) Wenn etwas bei diesem Roman nicht stimmt, dann ist es der Titel. Sonst stimmt leider alles. Und das macht es schlimm. Es ist wirklich gruselig, wie Kristine Bilkau in ihrem Roman einen Ton trifft, der die aktuelle Gesellschaft besser beschreibt, als es vielleicht für ein Lesevergnügen… Weiterlesen Die Glücklichen. Nicht.

Max Porter: Trauer ist das Ding mit den Federn

Dieser Roman (ich finde, eher Erzählung / oder: ein Werkwesen für sich) überfordert mich. Es ist keine Art des Genusslesens, sondern des Auseinandersetzens mit etwas, das man nicht bildlich machen kann. Wie Wind. Nur mit kleinen Hilfsmitteln und dann auch nicht wirklich. Das „es“ an sich gibt es nicht visualisiert. Das bedeutet aber bei weitem… Weiterlesen Max Porter: Trauer ist das Ding mit den Federn

Kazuo Ishiguro: Was vom Tage übrig blieb

Klassendenken. Was für ein fernes Wort für die meisten Menschen in ihrem heutigen Lebensalltag. Die Zeit ist aber nicht lange her, als die Klasse, in die man unweigerlich geboren wurde, spürbar war. Geben tut es sie immer noch, man fühlt es bloß weniger. Gemeinschaften sind von Bündnissen und Abgrenzung gekennzeichnet. Ohne Abgrenzung keine Gemeinschaft. Dies… Weiterlesen Kazuo Ishiguro: Was vom Tage übrig blieb

Peter Stamm: Triff dein früheres ICH

Peter Stamm ist allgegenwärtig. Zumindest technisch. Nachdem ich sein Buch von S. Fischer erhalten habe, und es vorher googlete, sind wirklich viele Werbeanzeigen voll von Peter Stamms neuem Roman „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“, erschienen bei S. Fischer.  Bei der Klassifikation „Roman“ stutze ich immer, denn irgendwie ist alles ein Roman. Wie der Deutschlandfunk, sehe… Weiterlesen Peter Stamm: Triff dein früheres ICH

Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze – Wilhelm Genazino

Der Roman von Wilhelm Genazino habe nur 175 Seiten, vermeldet der Deutschlandfunk und ich stöhne innerlich und erhebe die innere Stimme zu kreisenden Hasstiraden der von Messzwängen beherrschten Kritiker. Verdammte Hacke, was hat die Seitenzahl mit einer Kritik zu tun? Einzige Antwort: Nix. Es geht mir so auf die Nerven, immer wird mit dem Verkaufspreis… Weiterlesen Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze – Wilhelm Genazino

Glavinic-Fieber

Nur durch Zufall habe ich das Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin entdeckt. Es war mir als Perle der Kulturkonservierung nicht präsent. Das rührt vornehmlich daher, dass ich den stationären Buchhandel oft nervig, rückständig und als überholt empfinde. Zu sehr Klischee von Rollkragenpullover tragenden Feinfühlern mit Lotsenanspruch. Das klingt hart und borniert und sicher bin ich diesen… Weiterlesen Glavinic-Fieber

Meyerhoffsches Grauen – Teil 4

Einhundertachtzigtausend Stück. In Ziffern 180.000. So viele Exemplare druckte Kiepenhauer & Witsch als Erstauflage zu Joachim Meyerhoffs vierten Roman „Die Zweisamkeit der Einzelgänger“. In Zeiten des allseits beschworenen Absatzmangels eine phänomenale Auflage – die ihre Abnehmer finden wird, gewiss. Meyerhoff würde im Fernsehen sicher als Allroundtalent tituliert werden, ich lasse das lieber. Einer der alles… Weiterlesen Meyerhoffsches Grauen – Teil 4

Lese-Tipp: Joachim Meyerhoff in der ZEIT

Sein neuer Roman kommt. Kommt bald. Mit einer Start-Auflage von 180.000 Exemplaren. Bisher konnte KiWi laut des Artikels stattliche 1,4 Millionen Exemplare von Meyerhoffs bisherigen drei Romanen verkaufen. Nicht nur dass er mit Timing und traurigem Witz schreibt, nein, seine Lesungen sind eine Epiphanie! Sie sollten dazu Ach, diese entsetzliche Lücke, diese entsetzliche Lücke hören.… Weiterlesen Lese-Tipp: Joachim Meyerhoff in der ZEIT