Der Herausgeber

Hinweis: Digitales Presseexemplar kostenlos erhalten; keine Kooperation o.ä. Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen, ich habe es auf Rille lesend durchgelesen. Frau Nelles, als ehemalig persönliche Assistentin von Rudolf Augstein, hat einen brillanten Schreibstil, eine grandiose Geschichtenführung und das Quentchen Abwägung zwischen Einblick und Bloßstellen. Der Spiegel-Gründer ist Sinnbild dafür, dass Menschen aus… Weiterlesen Der Herausgeber

Fabio Volo

Hinweis: Alle Bücher selbst gekauft Ich liebe diesen Autor. Er gehört in diesen Verlag. Der in Mailand lebende italienische Autor verzaubert mich mit seinen hinreißenden (und hinreißend fließend übersetzten!) Romanen. Im Februar fand ich auf einem Grabbeltisch bei Hugendubel „Zeit für mich und Zeit für dich“. Sohn aus prekären Verhältnissen der italienischen Provinz (Vater mit… Weiterlesen Fabio Volo

Der Brief, er ist tot!

[Verlag stellte kostenloses Rezensionsexemplar; keine bezahlte Werbung!] Briefromane werden aussterben! Nie wieder tauschen sich Menschen so schön aus!  — So ein Bullshit! Ich glaube, so viel tippen wie heute, taten wir ob fehlender Möglichkeit (Papier, Stift, Porto, Lesen/Schreiben-Können) noch nie.  Auch lesen die Menschen viel mehr als früher. Gut, auch einigen Bullshit in den sozialen… Weiterlesen Der Brief, er ist tot!

Emma Slade: Befreit

(Es handelt sich um eine Besprechung, die auf der Gestellung eines kostenlosen Rezensionsexemplars des Verlags beruht. Diese Gestellung beeinflusst nicht die Wertung; eine Kooperation besteht nicht. Ebenso wenig Affiliatelinks.) Emma Slade hatte eine glänzende Karriere als Investmentbankerin. So empfand sie das zumindest oberflächlich, bis sie in einem Hotel überfallen und Opfer eines misslungenen Raubüberfalls wird.… Weiterlesen Emma Slade: Befreit

Yalom: Denn alles ist vergänglich

Bei btb verzweifle ich am meisten an der Papierqualität. Die Inhalte stimmen, z.B. die Bücher von Atul Gawande, aber dieses billige Papier, was schneller altert als man die Bücher lesen kann, nervt in den Taschenbuchausgaben schon hart. Bitte ändern! Umso verwunderter war ich als ich das Minipocket-Buch des amerikanischen Psychoanalytikers Irvin D. Yalom als Rezensionsexemplar… Weiterlesen Yalom: Denn alles ist vergänglich

Michael Angele: Schirrmacher

Es ist zurzeit das gleiche Wetter wie an jenem 14. Juni 2014, als die Verlagswelt erschrocken der eigenen Vergänglichkeit wegen zuckt. Der Doyen des Feuilletons war urplötzlich aus dem Leben gerissen. Mit nur vierundfünfzig Jahren verstarb der Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Frankfurt am Main. Die Zeitungen liefen in der Berichterstattung zur gedeckten Hochberichterstattung… Weiterlesen Michael Angele: Schirrmacher

Max Porter: Trauer ist das Ding mit den Federn

Dieser Roman (ich finde, eher Erzählung / oder: ein Werkwesen für sich) überfordert mich. Es ist keine Art des Genusslesens, sondern des Auseinandersetzens mit etwas, das man nicht bildlich machen kann. Wie Wind. Nur mit kleinen Hilfsmitteln und dann auch nicht wirklich. Das „es“ an sich gibt es nicht visualisiert. Das bedeutet aber bei weitem… Weiterlesen Max Porter: Trauer ist das Ding mit den Federn

Thomas Fischer: Richter-Sprüche

Thomas Fischer gehöre zu den wichtigsten Denkern des Landes, verkündet Beststellerautorin Juli Zeh auf der blütenweißen Bauchbinde des ansonsten in Leinen ohne Schutzumschlag daherkommenden zweiten Buches des Vorsitzenden Richters am Bundesgerichtshofes a.D. – Und damit hat sie wirklich recht.  Im Mai 2017 schied er auf eigenen Wunsch frühzeitiger als gedacht aus dem Staatsdienst aus. Ruhig… Weiterlesen Thomas Fischer: Richter-Sprüche

Die verborgene Bibliothek

Alberto Manguel hat eine intensive Beziehung zu seinen Büchern, seiner Sammlung. Bücher gehören nicht nur ein Objekt des gelesenwerdens, der Anhäufung von Texten, Wissen, Buchstaben. Es ist ein lebendes Objekt mit Ecken, Kanten, Macken aus denen die Erinnerung erwächst, mit diesen Gegenständen, Zeit(en) erlebt zu haben. Sie sprechen Geschichte, haben Eintragungen, haben Charakter. Sie riechen.… Weiterlesen Die verborgene Bibliothek

So kann man sich irren: Benimm-Rezeption ist relativ

Ich hatte mich so gefreut, als ich im Radio von dem Buch des Protokollchefs des Deutschen Bundestages, Enrico Brissa, hörte. Sogleich bestellte ich es mir, denn mehr darüber zu erfahren, wie dieser stilsichere Herr Form und Benimm herstellt, begeisterte mich. Die Ernüchterung kam dann sehr schnell, das Vorwort war sinnig und flüssig zu lesen und… Weiterlesen So kann man sich irren: Benimm-Rezeption ist relativ

Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze – Wilhelm Genazino

Der Roman von Wilhelm Genazino habe nur 175 Seiten, vermeldet der Deutschlandfunk und ich stöhne innerlich und erhebe die innere Stimme zu kreisenden Hasstiraden der von Messzwängen beherrschten Kritiker. Verdammte Hacke, was hat die Seitenzahl mit einer Kritik zu tun? Einzige Antwort: Nix. Es geht mir so auf die Nerven, immer wird mit dem Verkaufspreis… Weiterlesen Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze – Wilhelm Genazino

Brühwürfel-Biografie

Katja Lange-Müller kannte ich nur mittelbar als Autorin. Ihr Portrait in Herlinde Koelbls Bild-Interview-Band war mir aufgefallen, da der Begriff „Brühwürfel“ fiel. Es ist das Arbeitsprinzip von Katja Lang-Müller: Texte schreiben und dann so lange destillieren, bis sie auf das notwendigste ihrer Aussagekraft geschrumpft sind. Das sind dann ihre berühmten textlichen Brühwürfel. Lange-Müller hatte 2016… Weiterlesen Brühwürfel-Biografie

Armbanduhr? Warum, lesen Sie hier.

Alles hat seine Bibel, und wenn sie Bäckerblume heißt. In der Verlagsbranche nennt man Themenbereiche, die nur einen Teil der Leserschaft interessiert, dafür aber meistens brennend, „special interest“. Das geht von Flugzeugen, Golf, Jagd bis hin zu Uhren. Uhren, fragen Sie sich? Braucht man doch nicht mehr, man hat doch das Smartphone. Inklusive Taschenlampe, Timer… Weiterlesen Armbanduhr? Warum, lesen Sie hier.