Neues Interview: Micha Steinwachs zeigt F-Bockenheim in s/w

Micha Steinwachs hat den besten Credit bekommen, den man im musischen Bockenheim bekommen kann. Er durfte im berühmten Café Crumble seine schwarz-weiß-Bilder ausstellen. Die Bilder, in quadratischen schwarzen Rahmen, verzückten mich sofort. Nur selten schaue ich genauer nach, wer die Bilder ausstellt. Sie passen meistens ganz gut, aber das „Auge“ von Steinwachs, das ich in seinen Bilder erkennen konnte, hat mich sofort fasziniert.

Foto: Micha Steinwachs

Bockenheim ist der Stadtteil Frankfurts, der mich bis heute begeistert. Er war auch der erste, in dem ich selber wohnte und bis heute habe ich eine fast zärtliche Beziehung zu diesem Stadtteil, der nicht elegant ist, aber so authentisch. Ein Mischmasch der Kulturen, etwas schmuddelig, nicht so selbstreferentiell hip wie Bornheim (brrr), aber einfach Kult. Und Bildung vibriert. Die Menschen aus aller Welt, leben dort und lernen dort. Der Stadtteil zwischen dem bildungsbürgerlichen Westend und Hausen ist auch Teilsitz der Goetheuni und mit seinem Campus spülen immer wieder neue Menschen durch die Straßen, dessen Leipziger die Kernader des Viertels markiert.

Mindestens einen Tag in der Woche verbringe ich in Bockenheim. Ich esse dort, trinke Kaffee, habe dort seit über zwölf Jahren meinen Friseur, meinen Asia-Imbiss und mein Stamm-Café, in dem ich nicht mehr bestellen muss, sondern den Cortado einfach so hingestellt bekomme.

Ich liebe Bockenheim. Da kamen die Bilderserie von Micha Steinwachs grade recht.

Daher habe ich für Der Freitag-Blog nun ein Interview mit Micha geführt, der seit kurzem in Dresden lebt. www.kalamariklub.org