Benedict Wells: Die Wahrheit über das Lügen

Hinweis: Kostenfreies Presseexemplar, keine Kooperation

Sammlung von Kurzgeschichten können ein saisonaler Lückenfüller sein oder eine Erfüllung. Bei Benedict Wells, der 1984 in München geborene Halbschweizer, ist es eine Erfüllung. Wells Name klingt so, dass er bei erster Ankunft bei Diogenes gar nicht als gleicher erkannt wurde. Erwartete man wohl einen reiferen Herren mit Bart, oder so.

Die Geschichten sind unterschiedlich in ihrer Anlage, folgen keinem Muster und keiner Form. Die namensgebende Story fand ich vom Plot (was wäre wenn gewesen) spannend, aber zu langatmig. Das liegt aber sicher auch daran, dass ich mit Star Wars nichts anfangen kann. Die Nacht der Bücher hingegen war überaus putzig, die Geschichte von Vater und Sohn und Tachozähler ist die Geschichte schlechthin.

Wells ist gegen Ebooks, öffnet sich aber nach und nach. Neuerscheinungen gibt es aber vorerst weiterhin nur print only. Beeindruckt hat mich ein Text (nicht im Buch, sondern online, finde ihn aber grad nicht mehr), in dem er beschreibt, wie mühsam sein Weg zum Schriftsteller war, wie viele Jahre es dauerte, welch ein Krampf es war. Und dann saß er bei dem inzwischenen verstorbenen Daniel Keel, dem Gründer von Diogenes.

Keel hatte ein gutes Gespür und Wells passtbzu Diogenes. Auf das, was da noch kommt!

Benedict Wells: Die Wahrheit über das Lügen