Portrait Elke Büdenbender @ DIE ZEIT

Ich saß im fast noch unberührten ZEIT-Café am Hamburger Speersort. Oben, die Treppe rauf, dort wo die Devotionalien eines jeden ZEIT-Fans ausgestellt werden, zusammen kit großen, gerahmten Bildern von Helmut Schmidt. Denn, das Haus des Verlags und der Redaktion der ZEIT heißt seit kurz nach dem Ableben des Altbundeskanzlers und Herausgebers der ZEIT HELMUT-SCHMIDT-HAUS.

Ich sitze also im ersten Stock, auf einer sehr bequemen Couch, die nicht nach einer Café-Couch aussieht und lümmele am Kissen gelehnt, mit einer frischen ZEIT in der Hand und lese das Portrait von Elke Büdenbender. Elke wer?

Elke Büdenbender ist die Ehefrau von Frank-Walter Steinmeier, begleitete ihn mit ruhigen Sohlen schon durch den leider erfolglosen Bundestagswahlkampf 2009 und fiel mir damals schon als sympathisch aus. Sie wollte ihren Beruf als Verwaltungsrichterin, halbtags, weiterführen, wenn ihr Mann Kanzler würde.

Nun gab sie ihren Beruf auf, zugunsten ihres Mannes, der nun als Abschluss seiner Karriere Bundespräsident wurde. Wie sie das beurteilt, wie sie sich fühlt, ob sie sich gerecht behandelt, wenn schon nicht entlohnt fühlt, zeichnet dieses Portrait der ZEIT nach.

Anders als die Ehefrau von Christian Wulff, die dem ganzen noch mit ihrem peinlichen Offenbarungsbuch eine Krone aufsetzte, wirkt Büdenbender in sich gefasst und mit den richtigen Koordinaten der Lebenserfahrung ausgestattet, eine First Lady zu sein, dennoch dem ganzen eine emanzipierte Würde zu entlocken.

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