Gott hat gesprochen: Bernhard Heinzlmaier im Interview

Hörtipp: Chris Rea mit The Road to Hell

Mein verehrter Bernhard Heinzlmaier schafft es, in diesem Interview die gesamte gesellschaftliche Fassade in kurzen Hauptsätzen zugrunde zu richten. Und so, dass man auch zwischendurch lachen muss. Aus Verzweiflung? Aus Erlösung der Verbalisierung alles Verschwiegenem wegen?

Heinzlmaier ist grandios! Und er ist viel mehr, als er sich hier darstellt. Ein Philosoph. Ein Gesellschaftsdeuter. Ein brillanter Analytiker mit hohem Grad der realistischen Betrachtung von Tatsächlichkeiten, die so kollektiv entverbalisiert sind, dass seine Feststellungen prickeln und bei dem gemeinen Menschen eine herbe Abwehrreaktion, ja sogar eine Unfähigkeit zur nicht-Anerkennung auslösen.

Er spricht über die aktuelle Jugend, die so farblos, so angepasst ist, dass sie untergeht in den Mühlen des ohnehin perversen Neoliberalismus, seine Genese aus schwerster Schulzeit und den Blick auf das Leben, wenn man berufsalltäglich mit der Jugend zu tun hat. Und, warum Institutionen kategorisch zu misstrauen ist.

Ehrlich, sachlich, persönlich. Ich ehre diesen Mann dafür; er ist mir Vorbild.

Lesen Sie das Interview aus März 2017 mit Bernhard Heinzlmaier in der Wiener Zeitung hier.

Fotocredit: Büro Bernhard Heinzlmaier/Fotostudio Wilke