Rezension: Straus Park

Es gibt so Bücher. Auf den Probeseiten wirken sie für einen selbst spannend (philosophisch: Etwas ist nie spannend oder langweilig; es ist immer das Konvolut aus Erfahrungen, Tageslage, Lebensweg, Lebenslage und einem Quentchen Unbegreifbaren, was Etwas spannend, sprich lesbar, macht – und daher kann man Lesererfolg auch nicht final beschreiben), und dann bekommt man das Rezensionsexemplar und man geht nicht mit. Nicht mit der Melodik, nicht mit der Zeichnung der Figuren.

Leider ist es mit so mit Straus Park ergangen. Der Bestsellerautor P.B. Gronda legt hiermit wohl wieder ein vielverkauftes Werk vor; es handelt von einem reichen, jüdischen Erben, der in NYC verlottert trotz Reichtum, sein Leben mehr und mehr aus den finanziell doch so gesicherten Fugen gerät. Es werden Familiengeschichten gezeichnet, Abhängigkeiten beleuchtet. Aber ich werde nicht abgeholt dabei. Die Schnodderigkeit der Hauptfigur ist nicht spannend, nicht heimelig, nur nervig – für mich.

Auch mehrfache Zwangsversuche, weiterzulesen haben nicht geholfen. Was nicht gegen das Buch sprechen muss! Aber meins ist es einfach nicht. Ich bin zu ehrlich, zu sehr mit Verve dabei, um dem geneigten Besucher etwas vorzulügen.

Selber Lesen und die anderen inhaltlichen Rezensionen bitte beachten. Weitere Informationen beim Verlag.

Ich danke dem Random House Verlag sehr in diesem Falle für die dennoch erfolgte Bereitstellung; ich erhalte umso mehr hier kein Honorar.

PS: Vielleicht reift dieses Buch auch noch im Regal; wenn ja, werde ich natürlich informieren.

Cover: Mit freundlichem Dank an Random House