Einwurf zum Anstoß

…über alles und nichts.

Sie wollen alle individuell sein, etwas besonderes. Was ganz eigenes.

Sei allen gegönnt.

Und sitzen nun doch alle beim Fußball. Neben dem Carport. Am Webergrill. Mit Aldi-Fleisch. Mit Tröte.

Mit ner‘ Frau, die sie täglich auf Youporn betrügen, mit nem‘ Mann, dessen Atmung allein sie in stillem Hass erstarren lässt.

Mit Kindern, die begründender Kit und Leidensableiter geworden sind. 

Ihre Maßeinheiten sind nicht Momente des Glücks, sondern katalogisierte Checklisten westlicher Konsumorientierung. Das Begehren gilt Aquarien, Gartengeräten, Einbauküchen, Effizienzbauweisen. 

Das Eigenheim wird zum Drehpunkt absoluter Erreichungsdefinition. Ankommen tut hier nur materielles.

Es geht nicht darum, den Weg zum Schaffen zu gestalten, zu genießen. Es geht nur um Effizienzmaximierung des monetären Ergebnisses. Das Ergebnis des Schaffens ist hintertrefflich.

Auf alternative Arten der Lebensführung, reagieren sie mit abschätziger Angriffslust. Sie argumentieren. Um ihr Leben. Um das Konstrukt. Eingestehen heißt für sie Untergang. 

Sie agieren mit einer kritischen Reflektionsfähigkeit, die kein Schurkenstaat dieser Welt auf sich anwenden täte.

Ein Hoch auf das Reihenhaus, die Doppelhaushälfte, in der mehr Einsamkeit herrscht als am menschenleeren Nordpol.

Es sollte sicher sein. Und wurde zum sicheren Ableben vor dem Tod.

Ach, Leute. Der Lack der Zivilisation ist dünn. Dünner als Flugzeuglack*.

* und der ist so dick bzw. dünn wie drei gedrehte Menschenhaare