Über das Vorzimmer der Macht

…über Chefsekretärinnen.

Da ich genau heute mit einer der im Artikel erwähnten Damen zu tun hatte (sie war sehr nett zu mir!), bin ich durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen. Und im Alltag habe ich oft mit ihnen zu tun, die das Rad am Laufen halten in den Zimmern der Macht.

Und, inzwischen habe ich selber zwei Assistentinnen, die sich als Studentinnen abwechseln, mir die Arbeit zu kanalisieren,zu  organisieren und mich ggf. auch mal zu trösten. Eine gute Assistentin, oder natürlich auch ein Assistent, kann Gold wert sein. Ich spreche hierbei vom „Gipsabdruckprinzip“.

Mein langjährige Assistentin, Frau Leinweber, ist inzwischen nicht mehr wegzudenken. Sie kennt mich ganz genau, weiß wann ich wie meinen Kaffee brauche, wann sie wen durchstellen kann, wo ich gerne im Zug sitze, wie meine Briefe zu schreiben sind, wem ich zum Geburtstag gratulieren muss, welches Hotel ich in welcher Stadt mag und sie sieht, wenn ich durch die Tür komme, in welcher Stimmung ich bin. Und vieles mehr.

Ich bin dafür sehr dankbar, weiß aber auch um die Arbeit. Viele wundern sich, warum das bei uns so gut klappt. Weil ich selber und meine Mitarbeiter sehr viel Arbeit in unsere Zusammenarbeit, in unsere zwischenmenschlichen Beziehungen stecken. Und das kostet viel Mühe, viel Nerv und manchmal geht einem alles auch mal gehörig auf den Geist. Der Preis ist aber in keiner Relation zu dem, was man bekommt. Und das möchte ich nicht mehr missen.

Sie ist/ sie sind mein zweites, dienstliches Ich.

Viel Spaß beim Lesen des Artikels aus dem Manager Magazin, 2006.