München nach Wolfgang Lippert 

…alles Gute.

Am Dienstag herrscht in meiner geliebten Stadt München Kaiserwetter und ich atme die Atmosphäre gierig ein. Hier und in Wien bin ich zuhause, nirgends sonst bin ich so ich wie dort. Und doch liegt nach der ersten Besprechung ein Weg vor mir zum Lenbachpalais – Wolgangs Lippters Salons L1 und L2.

Dort wird strebsam, ganz im Sinne des Meisters, gearbeitet. Leben im Extrakt und Arbeiten im Extrakt war Lipperts Motto und keiner lebte es wahrhafter wie er – mit allen Konsequenzen.

In beiden Salons steht neben einer Kerze ein Kondolenzbuch und ein Bild Lipperts. Ich habe verzichtet, mich dort einzutragen. Das ist noch nie meins gewesen, aber hin an den Punkt seines Wirkens war obligat; auch den Ort seines privaten Seins habe ich abspaziert, vor allem, weil ich dort schon zu Lebzeiten gehuldigt habe. 

Berichte über seine Beerdigung auf dem Ayinger Friedhof: SZ und AZ.

Die Sonne lacht, und Lippert bleibt unvergessen.