Ohne Bio

…über gesicherte Sättigung.

„Also ich esse ja wenn nur Fleisch, das „bio“ ist, so z.B. aus der Kleinmarkthalle; ich würde nie Fleisch von Aldi essen…“

Schön, wenn man von Kindesbeinen an die Chance hatte, ein gefühltes „Recht“ zu haben, so teure Lebensmittel sich leisten zu können. Und das als völlig selbstverständlich zu empfinden.
Man kann diesen Menschen in ihrer zweiten Lebensdekade keinen Vorwurf machen; sie kennen es einfach nicht anders. Alles war immer da. Alles.
Die Liebe der Eltern in übertragener Form der Zuneigung durch gut ausgewählte Lebensmittel.
Ein Invest in die Zukunft.

Was diese Menschen aber vergessen ist, dass die meisten Menschen sich das einfach nicht leisten können. Es geht einfach nicht. Auch nicht mit diesen irrealen Floskeln „wenn man wirklich will“, „die kennen ja nur Fast Food“. Nein. Das ist viel zu kurz gedacht. Und diese tendenziöse selbstgefällige Überhebung, dass bei Aldi und Co. nur nicht-essbares Zeug liege, möchte ich vehement widersprechen. Es ist Nahrung. Und wahrlich nicht die schlechteste.

Denn den Wert von jedweder Nahrung lernt man erst kennen, wenn man mal keine hatte. Und hierbei reden wir noch lange nicht von Afrika. Sondern von nebenan. Davon können die oben beschriebenen Menschen aber hoffentlich nur alb-träumen.